Biographie

Obwohl sich mein Repertoire größten Teils aus Songs eher vergangener Jahrzehnte zusammensetzt, ist mein Publikum in nahezu allen Generationen vertreten. Kennen die Einen noch das Original, hören die Anderen die Coverversion. Etwas Wunderbares, was Alt und Jung zusammen bringt.
Wie es begann…? mit einer Idee-
entstanden aus dem fehlendem I- Tüpfelchen der Gemütlichkeit, in lustiger Runde mit Freunden am Lagerfeuer vergangener Zeiten.
Es fehlte Livemusik. Doch Keiner wollte so richtig und noch schlimmer- Keiner konnte! Der Versuch war es mir wert.
Was noch zu diesem Zeitpunkt unüberwindbar schien, rückte in akzeptierbare Nähe. Aus den ersten Versuchen wurde Ehrgeiz, aus den ersten Tönen, Melodien. Gleichzeitig, mit den ersten Erfolgten bekannte Hits zu covern, entdeckte ich den Wunsch und die Möglichkeit eigenen Lieder zu schreiben.
Es machte nicht nur mir Spaß Musik zu machen, auch das Publikum wurde zahlenmäßig umfangreicher und zeigte Interesse. Ganz besonders auch an meinen eigenen Geschichten. In dieser Zeit stellte ich mich erfolgreich so mancher Jury bei diversen Kleinkunstwettbewerben vor. Höhepunkte für mich persönlich waren zu diesem Zeitpunkt eine Reihe von Veranstaltungen unter dem Namen "Felsenkeller Kleinkunst- FKK" unter der Leitung des bekannten Dresdner Kabarettisten Dr. Olaf Böhme. Hier fand ich ein interessiertes, begeisterungsfähiges Publikum, Motivation für neue Songs und eine entsprechende Bühne mich auszuprobieren. In dieser Anfangszeit ist meine erste CD mit dem Titel "Einfach aus dem Bauch heraus" entstanden. Es war eine Herausforderung sich mit Themen auseinander zusetzten, die Zuhörer zum Nachdenken anzuregen und es machte Spaß diese Inhalte in zugängige Melodien einzubetten, mit Hilfe der Stimme Gefühle zum Ausdruck zu bringen.


Trotz Erfolg kam alles anders als gedacht. Die 90 iger Jahre ließen so Manchen von uns nach neuen Wegen suchen. In erster Linie wohl auch in beruflicher Hinsicht. Um auch hier nicht den Anschluss zu verlieren qualifizierte ich mich 1995 zum Hochbautechniker. Daraus resultierend, arbeitete ich knapp 7 Jahre als Objektbauleiter in Sachsen und Umgebung. Auch dies war eine interessante, schöne Zeit. Um mich als Liedermacher war es jedoch sehr ruhig geworden. Aber auch bei extremen Zeitmangel und bei aller Lust, die Zeit, die neben der Arbeit blieb damit zu verbringen, all die bis dahin verborgenen Winkel dieser Welt zu erkunden ---die Freude an der Musik, die Lust musikalisch selbst mitzugestalten, nicht nur zu konsumieren, hat mich nie los gelassen. Und so ganz ist die Gitarre nie verstummt, nicht hier und nicht in all den Gegenden, in denen es mir vergönnt war mich genauer umzusehen, Menschen kennen zulernen, Ihre Lebensumstände verstehen zulernen. Ob alles im Leben seinen Sinn hat? Ganz sicher und sei es nur der, sich durch Verlust einer lieb gewonnen Sache, Neuem öffnen zu können. So sehr der Job in der Bauwirtschaft Spaß machte und ich gern darin aufging, auch hier trieb der Zahn der Zeit sein Unwesen. Die Situation in wurde immer schwieriger, Baufirmen schlossen. Nach und nach verschwanden Firmen, kaum, das sie Ihrer Gründungsphase verlassen hatten. Doch wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine Andere.


Ich wollte noch einmal durchstarten, noch einmal meine Leidenschaft zur Berufung machen. Ich ging einen Weg, den sich nur wenige Musiker vorstellen können. Letztendlich hatte auch ich arge Zweifel, aber die Erfahrungen waren beeindruckend. Ich probierte mich als Straßenmusiker. In einer gesellschaftlichen Entwicklungsphase in der immer mehr technische Erfindungen die Unsicherheiten von künstlerischem Können retuschieren, stellte ich mich der Ursprünglichkeit. Anfangs nur ich und meine Gitarre, später aus akustischen Gründen mit Hilfe eines Verstärkers. Es war irritierend die Entwicklung gerade im künstlerischen Bereich zu verfolgen. Ich musste noch einmal von vorn beginnen, nicht mit dem, was ich bis zu diesem Zeitpunkt schon beherrschte sondern von vorn mit der Ergründung dessen, was das Publikum hören will, womit ich sie erreichen konnte. Zugegeben zu dieser Zeit waren es eher die Coversongs, welche dem Publikum scheinbar eher ins Ohr gingen. Also machte ich den Rahmen zum Namen. -Mr.Campfire wurde geboren. Auf der Straße ist alles unvorhersehbarer. Man stellt sich den Launen der Natur und der Menschen und das ohne jeden Schutz. Nie kann man auch nur ahnen wie eine Begegnung verlaufen wird. Mal gab und gibt es eine gemütliche Runde mit nur einigen Zuhörern und mal sprengte mein Auftritt schon den Rahmen, so dass ich zur Museumsnacht in Dresden mit über 700 Zuhörern auch schon unvorhersehbar in den Abendnachrichten als Überraschungsmeldung landete.


Letztendlich hat mich diese Zeit sehr geprägt und war eine wichtige Erfahrung. Auch heute noch kann es durchaus passieren, dass mich spontan die Lust auf ein kleines Straßenkonzert packt und auch heute macht es mir durchaus großen Spaß, es einfach zu probieren. Hat man das noch drauf, erreiche man auch jetzt und hier noch (s)ein Publikum, was sich auf der Straße so bunt gemixt wie Nirgendwo sonst aus allen Generationen und Schichten präsentiert. Zur Zeit sind es aber vorwiegend Auftritte zu privaten wie auch öffentlichen Events. Auch auf größeren Bühnen wie zum Tag der Sachsen, in Clubs und zu Vernissagen konnte ich mich erfolgreich etablieren. Darüber hinaus ist der Liedermacher wieder erwacht. Die neue CD "Alles braucht seine Zeit" erzählt von Gedanken und Gefühlen, wie e das Leben die Gegenwart und die Zeit des Leben bestimmen. Diese vielen Erfahrungen, Erlebnisse und mir geschaffenen Entwicklungsmöglichkeiten, das Ausprobieren auch unter ungewöhnlichen Umständen erlauben mir ein buntes Programm, von Anspruchsvoll bis zur Party, live, individuell und spontan.







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